Bevor du die Bombay Katze adoptierst oder kaufst: lies das!


Die “mini Panter”, so wird sie nämlich aufgrund ihres Aussehens auch genannt, ist eine sehr schöne, aktive und anhängliche Katze. Wenn du am überlegen bist, dir diese Katze zu kaufen, dann solltest du auf jeden Fall diesen Artikel lesen!

Ich habe hier nämlich alle wichtigsten Informationen zu dieser Rasse zusammengestellt, um dir die Entscheidung zu erleichtern und dir zu helfen herauszufinden, ob diese Katze für dich geeignet ist.

Inhaltsverzeichnis – Bevor du die Bombay Katze adoptierst oder kaufst: lies das!

  1. Steckbrief zur Bombay Katze
  2. Geschichte über die Bombay Katze
  3. Aussehen der Bombay Katze
  4. Charakter der Bombay Katze
  5. Haltung der Bombay Katze
  6. Pflege und Bedürfnisse der Bombay Katze
  7. Erziehung der Bombay Katze
  8. Ernährung der Bombay Katze
  9. Krankheiten und Lebenserwartung der Bombay Katze
  10. Bombay Katze kaufen: Auswahl des richtigen Züchters

Fazit – Bombay Katze adoptieren oder kaufen?

Photo 105386299 © Idenviktor – Dreamstime.com

1. Steckbrief zur Bombay Katze

Einzelheiten zur Bombay Katze
Größeklein bis Mittelgroß
Gewicht Katze / Kater4kg / 5kg
Lebenserwartungbis zu 20 Jahre
KörperbauSchmal und athletischer Körperbau, kleiner als die gewöhnliche Hauskatze
Fellfarbenglänzend und rein schwarz
Felltypkurz, fein
RassetypKurzhaarrasse
HerkunftUSA
Charaktermenschenbezogen, genügsam, verspielt, “gesprächig”
Typische Rassekrankheitenkeine bekannt

2. Geschichte über die Bombay Katze

Die Geschichte der Bombay Katze begann 1950 in Louisville, Kentucky mit der Züchterin Nikki Horner. Sie wollte einen “Stuben-Panther” züchten.

Um dies zu erhalten, kreuzte sie schwarze Katzen der Rasse American Shorthair mit den dunkelbraunen Burma-Katzen. Dies war anfangs jedoch erfolglos.

1965 gelang es ihr jedoch endlich durch die wiederholte Rückkreuzung in Richtung Birma Katze mit schwarzem Fell und kupfernen Augen.

Die wunderschöne neue Rasse wurde nach der indischen Hauptstadt Bombay (heute Mumbai) benannt.

Die Rasse wurde jedoch anfangs nicht akzeptiert. Es dauerte bis 1976, bis sie von der “Cat Fancier´s Association” der Championship-Status anerkannt wurde. Drei Jahre später wurde sie ebenfalls von der “Intern Cat Association” anerkannt.

In den späten 70er Jahren wurde Sie auch zu Katzenshows zugelassen.

Die Bombay Katze kommt nicht häufig vor, aber bei jeder Show auf der sie präsentiert wird, ist sie ein Publikumsmagnet.

Quelle: https://www.hillspet.de/cat-care/cat-breeds/bombay

3. Aussehen der Bombay Katze

Die Bombay ist eine kleine und schmale Katze, trotzdem ist sie aber athletisch und muskulös gebaut. Ihr Gang gleicht dem eines Raubtieres.

Sie hat einen runden, kurzen Kopf, einen kräftigen Unterkiefer und ein geschwungenes Profil.

Die Ohren sind mittelgroß, leicht nach vorne geneigt mit einem Breiten Ansatz und sanft abgerundeten Spitzen.

Photo 88744328 © Mindauga Dulinska – Dreamstime.com

Katzen dieser Rasse wiegen durchschnittlich 4 Kg und die Männchen 5 Kg. Die Bombay erreicht eine Schulterhöhe von 38cm.

Die Beine sind im Verhältnis zum Körper mittellang und die Pfoten klein und schmal. Der Schwanz ist ebenfalls mittellang und steht in Proportion zum Körper.

Das glänzende, pechschwarze Fell und die kupferfarbenen Augen zeichnen die Rasse aus.

Das Fell ist sehr kurz, glatt, eng anliegend und tief glänzend. Es ist bis zu den Haarwurzeln schwarz, ohne weißen Haare und es hat keine Unterwolle. Es wird auch “Lackleder-Fell” genannt.

Laut dem Rassenstandard ist nur eine Fellfarbe erlaubt.

Nach Auslegung mancher Züchter ist die Bombay nur dann eine Bombay, wenn ihr Fell entsprechend den Rassenstandards tiefschwarz ist und ihr Stammbaum keine Burmesen mehr aufweist. Das ist jedoch selten.

Die Kitten haben rostbraune Schattierungen, bei erwachsenen Tieren verschwinden diese jedoch.

Die “Cat Fancier´s Association” hat als Rassestandard große, runde und kupferfarbene Augen festgelegt. Wenn die Farbe mit dem Alter verblasst, ist diese zwar trotzdem schön, es ist dann jedoch nach der strengen Auslegung keine Bombay.

Da die Farbe Kupfer schwer zu erzielen ist, haben viele Bombays goldene, beziehungsweise goldgelbe oder tief gelbe Augen, diese werden auch akzeptiert.

Kupfer ist jedoch trotzdem die begehrteste Augenfarbe bei den Katzen dieser Rasse.

Quelle: https://www.zooplus.de/magazin/katze/katzenrassen/bombay

4. Charakter der Bombay Katze

Die Bombay ist perfekt als Haustier geeignet. Sie ist zutraulich, geduldig und sehr verschmust.

In Umgang mit Kindern ist sie sehr liebevoll. Sie genießt sehr die Nähe von Menschen.

Auch wenn es hektisch werden sollte, lässt sie sich nicht aus der Fassung bringen. Sie hat ein freundliches und neugieriges Wesen, was auch den Umgang mit Fremden erleichtert.

Einsamkeit mag sie jedoch gar nicht, du solltest also entweder viel zu Hause sein oder eine zweite Katze holen.

Sie sucht sehr oft nach Aufmerksamkeit und Nähe, dadurch kann sich eine sehr enge Bindung entwickeln.

Sie spielt gerne und ausgiebig und bewegt sich außerdem gerne in der Natur, der Drang dazu ist aber nicht so stark entwickelt.

Photo 211733709 © Edmac1717 – Dreamstime.com

Sie “spricht” sehr gerne mit ihrem Menschen, du hast also auf jeden Fall immer jemanden zum Reden. Sie kriecht auch sehr gerne mal unter die Bettdecke und springt auf die Schulter, sie ist eben eine kleine Klette.

Quelle: https://www.mein-haustier.de/katzenrassen/bombay-katze/

Vom Wesen ähnelt sie ihrer Vorfahrin, der Burma.

Außerdem hat sie eine erhöhte Position oder einen gemütlichen Fensterplatz sehr gerne, von wo aus sie alles, was so draußen passiert beobachten kann.

5. Haltung der Bombay Katze

Wie du es dir nun vielleicht denken kannst, ist die Bombay keine langweilige Schmusekatze, es darf also auch mal Action sein.

Du musst also bedenken, dass du genug Zeit und Platz einplanen musst.

Sie genießt auch die Zeit an der frischen Luft. Wenn du keinen Garten hast oder dir Sorgen um deine Katze machst, dann kannst du es auch mit einer Leine versuchen. Mit etwas Training wird sie das wie ein Hund machen.

Sie kann aber auch sehr gut in der Wohnung gehalten werden. Wie vorhin schon erwähnt, ist der Drang bei dieser Rasse ja nicht so groß raus zu gehen.

Ich bin dennoch der Meinung, dass Katzen es einfach brauchen etwas an der frischen Luft zu sein, das liegt in deren Natur.

Wenn du in einer Wohnung lebst, dann sollte diese auf jeden Fall groß genug und artgerecht eingerichtet sein.

Sie braucht nämlich große Kratzbäume und andere Klettermöglichkeiten.

Sie mag es, wenn viel um sie herum los ist und kann deshalb auch gut mit Kindern. Hunde sind ebenfalls kein Thema für den kleinen Puma!

Du kannst auch versuchen ihr das Apportieren beizubringen, darin sind die meisten Bombays sehr geschickt.

Sie ist im Gegensatz zu ihrem Vorbild auf keinen Fall gefährlich. Mit dieser Katze holst du dir eine Rarität ins Haus, da sie vor allem in Europa sehr selten ist!

Quelle: https://www.fressnapf.de/magazin/katze/rassen/bombay-katze/

6. Pflege und Bedürfnisse der Bombay Katze

Die Bombay ist eine ziemlich pflegeleichte Katze. Das Fell lässt sich mit wenig Aufwand in einem gepflegten Zustand halten.

Um den Glanz zu halten, kannst du sie regelmäßig mit einem Ledertuch leicht abreiben und um diesen zu verstärken, kannst du sie auch mit einer Bürste pflegen.

Für die Krallen-Pflege benötigt die Katze einen Kratzbaum oder ein Kratzbrett, dies ist jedoch bei jeder Katze ein muss.

Photo 174696464 © Tamas Gabor – Dreamstime.com

Viele Menschen sind der Meinung, dass die Pflege einer Katze nur das Fell betrifft, es gibt aber noch viel mehr, worauf man achten sollte. Ich meine, wir pflegen ja auch nicht nur unsere Haare!

Eines dieser Dinge ist die Zahnpflege, diese wird nämlich am meisten unterschätzt. Eine regelmäßige Zahnkontrolle ist wichtig, denn auch Katzen leiden an Mundgeruch, Zahnfleischentzündungen und Zahnstein.

Wähle gegebenenfalls Trockenfutter statt Nassfutter zur besseren Zahnreinigung aus.

Wenn Zahnstein schonmal entstanden ist, dann ist es wie bei uns Menschen auch: Es lässt sich nur noch vom Arzt entfernen.

Außer der Zahnpflege sind auch die Augen ein wichtiger Faktor, diese müssen nämlich vor Infektionen geschützt werden. Du kannst sie regelmäßig mit einem fusselfreien, weichen, feuchten Tuch abtupfen.

Bei geröteten Augenliedern oder eitrigem Ausfluss musst du auf jeden Fall zum Tierarzt.

Als Letztes noch die Ohren: diese müssen immer sauber sein. Katzen können nämlich sehr unter Ohrenschmalz leiden. Verwende ein feuchtes Tuch zum Auswischen der Ohrmuscheln und berate dich mit deinem Tierarzt über spezielle Reinigungspräparate.

Quelle: https://www.mera-petfood.com/de/katze/ratgeber/gesundheit-und-pflege/katze-pflege/

7. Erziehung der Bombay Katze

Die wichtigsten Lektionen für das spätere Katzenleben erhält das Katzenbaby schon innerhalb der ersten Wochen von seiner Mutter. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass ein Kitten mindestens 12 bis 13 Wochen bei der Mutter bleibt.

In dieser Zeit lernt es wie man sich putzt, aus dem Napf frisst und sogar, wie man die Katzentoilette benutzt. Es beginnt die Körpersprache seiner Artgenossen zu deuten und angemessen darauf zu reagieren.

Das sind alles Dinge, die wir Menschen Ihnen nicht beibringen können!

Das Vertrauen der Katze gewinnst du erstmal über den Magen. Wenn sie für ein gewünschtes Verhalten ein Leckerli bekommt, dann wird sie den Zusammenhang begreifen und deine Nähe suchen.

Wichtig sind auch Schmuseeinheiten und aufregende Spiele. Wenn das Eis dann endlich gebrochen ist, dann kannst du mit der “Schulung” anfangen.

Wichtig ist, dass du deine Katze niemals anschreist oder bestrafst! Das hat bei der Erziehung einer Katze nichts zu suchen.

Am einfachsten wird das Zusammenleben, wenn dein Vierbeiner weiß, was es darf und was nicht. Eine Katze braucht nicht so viele Kommandos wie ein Hund, ansonsten würde man sie auch nicht Katze nennen. Die wichtigsten Dinge sind, dass Sie ein “Nein” und ihren Namen erkennt.

Wenn deine Katze an einer erlaubten Stelle kratzt, dann belohne sie. Verbotene Orte solltest du dann einfach mit einem klaren “nein” kommentieren.

Verbotene Möbelstöcke kannst du mit Minzöl besprühen, Katzen mögen den Geruch von Minze, nämlich gar nicht.

Als Letztes noch das mit dem Katzenklo. Normalerweise sollte eine 13 Woche alte Katze stubenrein sein, solltest du dir ein Kätzchen holen. Trotzdem kann die Umstellung auf eine neue Toilette und Umgebung das Tier verwirren.

Deshalb hier ein paar Tipps:

  • Wähle Katzenstreu, dass das Kätzchen schon kennt
  • benutze erstmal eine offene Toilette
  • stelle diese an einen ruhigen Ort, am besten in einer Ecke
  • zeige ihr wo diese ist und setze sie kurz rein, damit sie den Geruch wahrnimmt, lobe die Katze ausgiebig, wenn sie ihr Geschäft dort erledigt

8. Ernährung der Bombay Katze

Für eine gesunde Ernährung ist hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil wichtig, denn Katzen sind von Natur aus Fleischfresser.

Die Bedürfnisse einer Katze ändern sich im Laufe des Katzenlebens, deshalb gibt es eine Auswahl zwischen speziellem Katzenfutter für Kitten, erwachsenen Katzen und Senioren.

Photo 140143588 © Idenviktor – Dreamstime.com

Kitten benötigen Beispielsweise einen hohen Proteinanteil zum Aufbau von Muskelmasse und Körpersubstanz. Kitten Futter hat also eine andere Zusammensetzung als zum Beispiel Futter für Erwachsene.

Kitten sollten mindestens 4 Mal pro Tag gefüttert werden, um den Verdauungsapparat nicht zu belasten.

Im Verlauf des ersten Lebensjahres können die Rationen auf 2-3 Mal pro Tag verringert werden. Kitten Futter sollte bis zum Ende des ersten Lebensjahres gefüttert werden.

Wenn aus diesem oder einem anderen Grund ein Futterwechsel erforderlich ist, dann tue dies bitte behutsam: mische täglich einen immer größer werdenden Anteil des neuen Futters unter das alte.

9. Krankheiten und Lebenserwartung der Bombay Katze

Einige Züchtungen leiden unter Inzucht, was zu Immunschwächen, Kränklichkeit und verkürzter Lebenserwartung führen kann.

Bei Bombay Katzen können daher leider einige züchterisch verbreiteten Erbkrankheiten vorkommen.

Eine dieser Krankheiten ist das Burmese Head Defect (BHD), hier kommt es zu Fehlentwicklungen in der Gesichts- und Schädelstruktur.

Katzen, die von dieser Krankheit betroffen sind haben keine Nase, die Augen degenerieren sich oder sie haben Gehirnprobleme. Dann ist das Leben in Gefahr, es gibt einen Gentest für die Diagnose.

Dann gibt es die Hypertrophe Kardiomypathie, diese löst eine Verdickung des Herzmuskels aus, was wiederum zu Herzinsuffizienz führen kann. Diese kann sich in Form von Herzrhythmusstörungen, Lungenödem, Thrombose einer Arterie usw. bemerkbar machen.

Die Diagnose kann durch die Echokardiografie gestellt werden, diese sollte ein mal pro Jahr durchgeführt werden.

Um die Lebensqualität der Katze zu verbessern kann, je nach den Ergebnissen der Echokardiografie eine Behandlung verschrieben werden.

Eine gesunde Bombay Katze hat eine Lebenserwartung von 12 bis 20 Jahren.

10. Bombay Katze kaufen: Auswahl des richtigen Züchters

Unter den Züchtern der Bombay Katze gibt es leider auch vereinzelt schwarze Schafe. Diese fallen dadurch auf, dass sie in Online-Anzeigen “schwarze Bombay Katzen ohne Stammbaum” oder vorgebliche “Bombay-Mischlinge” anbieten.

Um diese Züchter solltest du auf jeden Fall einen großen Bogen machen.

Die reinrassige Bombay ist weltweit und vor allem in Europa eine Rarität. Die Auswahl der Züchter ist also automatisch gering.

Hier ein paar Tipps, wie du einen seriösen Züchter erkennst:

  • er ist Mitglied eines eingetragenen Katzenvereins
  • er kann einen Stammbaum nachweisen
  • der Stammbaum ist der einzige verlässliche Nachweis
  • er gibt die Katzenbabys nicht zu früh weg, also erst um die zwölfte Woche
  • die Tiere sind in diesem Alter geimpft, entwurmt, kastriert und gechipt
  • du bekommst aktuelle Papiere und ein Gesundheitsattest

Manche Züchter übernehmen sogar eine lebenslange Partnerschaft. Dies bedeutet, dass falls du mal, aus irgendeinem Grund, nicht mehr für sie sorgen kannst, du sie egal wie alt sie ist zurückgeben kannst.

Wenn er sie nicht integrieren kann, dann hilft er dir auch bei der Vermittlung.

Fazit – Bombay Katze adoptieren oder kaufen?

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel bei deiner Entscheidung weiterhelfen konnte. Wie du sehen konntest, kannst du die Bombay Katze sowohl zu Hause als auch als Freigänger halten. Sie ist sehr anhänglich, liebevoll und neugierig.

Wenn du dich für sie entscheiden solltest, dann holst du dir auf jeden Fall eine besondere Katze, die fast wie ein Hund ist. Du kannst ihr nämlich das Apportieren beibringen und sie kann sogar lernen mit dir an der Leine zu laufen!

Victoria Di Poi

,,Tiere sind sehr faszinierende Lebewesen. Sie können uns so viel geben und wir können sehr viel von ihnen lernen.“

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