Kann man eine Katze erziehen? Ja, aber es ist schwierig!


Ob man eine Katze erziehen kann, habe ich mich auch schonmal gefragt. Wie schön wäre es, wenn Katzen so auf uns hören würden wie Hunde? Ich habe ein bisschen recherchiert um dir eine Antwort zu geben und habe sie auch gefunden.

Kann man eine Katze erziehen? Ja, man kann eine Katze erziehen. Allerdings geht das nicht so einfach wie bei einem Hund. Es braucht viel mehr Zeit und Geduld. Dazu kommt, dass eine Katze niemals so auf dich hören wird wie ein Hund.

Die Antwort ist also: ja, es ist aber nicht so einfach. Dir muss klar sein, dass eine Katze kein Hund ist und eher ein selbständiges Tier ist. Wenn eine Katze gerade einfach keine Lust hat, dann musst du das akzeptieren.

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Kann man eine Katze erziehen?

Zuerst einmal ist die Antwort ja! Eine Katze kann man erziehen, bei Hunden geht es jedoch wesentlich besser und schneller.

Das liegt daran, dass Katzen viel weniger an uns Menschen gebunden sind als Hunde und eigentlich sehr selbstständige Lebewesen sind.

Damit die Erziehung auch wirklich Erfolg hat, solltest du damit von Anfang an beginnen und deine Katze nicht überfordern.

Es gibt auch einige Fehler, die du begehen kannst, die dazu führen, dass deine Katze kein Vertrauen mehr zu dir hat, Angst bekommt und sich zurückzieht.

Brüllen ist Beispielsweise unnötig. Katzen haben ein viel besseres Gehör als wir, also reicht es auch, die Stimme etwas zu erheben ohne zu schreien.

Katze mit zugekniffenen Augen

Gewalt sollte bei keinem Lebewesen eingesetzt werden. Genauso die Katze am Nackenfell zu packen, sollte vermieden werden.

Das falsche Timing ist ebenso ein wichtiger Punkt. Wenn deine Katze etwas falschen getan hat und es erst eine Stunde später Ärger gibt, dann weiß deine Katze gar nicht worum es geht. Maßregelungen sollten deshalb unmittelbar nach der Tat erfolgen.

Katzen haben einen eigenen Kopf, deshalb können sie bestimmte Sachen nicht machen, weil es nicht in Ihrer Natur liegt. Ebenso kannst du eine Katze nicht für etwas bestrafen, dass in ihrer Natur liegt.

Quelle: https://www.mera-petfood.com/de/katze/ratgeber/training-und-beschaeftigung/katzen-erziehen/

Sie ist sehr sensibel und merkt wie deine Stimmung ist. Daher merkt sie sich auch, was dir gefällt und was nicht.

Es sollte von vorneherein festgelegt werden, was deine Katze darf und was nicht. Das liegt daran, dass Katzen eine bestimmte Routine haben und wenn du von heute auf morgen mit Regeln kommst, dann weiß sie nicht was du von ihr möchtest.

Die Regeln sollten klar definiert und von allen im Haushalt ohne Ausnahme durchgesetzt werden.

Verlange nicht zu viel von deinem Vierbeiner, vergiss nicht: Es ist kein Hund!

Katzen brauchen trotz Regeln und Erziehung ihren Freiraum.

Du solltest deine Katze immer belohnen, wenn sie etwas richtig gemacht hat. Kurz streicheln bringt jedoch nicht so viel wie bei einem Hund, ein Leckerli ist dafür die bessere Variante.

Dreamies (Leckerlis für Katzen)

Wenn sie jedoch etwas falsch macht, dann einfach “nein” oder “lass das” sagen. Wichtig ist es immer das gleiche und in derselben Betonung zu sagen.

Wenn du deine Katze zum Beispiel gerade beim Urinieren auf dem Teppich erwischst, dann sofort “nein” sagen und sie aufs Katzenklo setzen. Wenn sie dann dort uriniert, dann musst du sie auch belohnen, damit sie merkt, was richtig war.

Manchmal reicht aber ein “nein” nicht aus. Deshalb gibt es ein bestimmtes Hilfsmittel, welches Clicker heißt. So lernt deine Katze besser und es macht ihr Spaß.

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Ein weiterer guter Hilfsmittel, um das unerwünschte Verhalten abzugewöhnen, ist Wasser. Dafür nimmst du eine Blumenspritze oder eine Wasserpistole und spritzt die Katze damit ab, wenn sie etwas Falsches macht. Die Wasserstrahlen sollten aber nicht zu stark sein und Ohren und Kopf sollten nicht getroffen werden.

Man kann also eine Katze erziehen, jedoch mit viel Geduld. Lass deiner Katze die Zeit, die sie braucht und du wirst merken wie viel sie lernen kann.

Jetzt weißt du wie du eine Katze erziehen kannst. Doch wie ist es mit Katzenbabys? Wie funktioniert es, wenn man ein Katzenbaby erziehen will?

Wie erziehe ich ein Katzenbaby?

Als erstes solltest du wissen, dass Katzenbabys nicht zu früh von ihrer Mutter getrennt werden sollten.

Für Wohnungskatzen ist Einzelhaltung nicht ideal. Deshalb wäre es gut, wenn das Katzenbaby einen Artgenossen hat.

Das wichtigste ist, dass du dir genug Zeit einplanen solltest. Katzenbabys brauchen viel Aufmerksamkeit und Pflege.

In der 1-2 Woche sind Katzenbabys auf die Mama angewiesen, in der 3-7 beginnt das Kätzchen die Umgebung wahrzunehmen und zu erkunden und in der 8-24 Woche wird die Beziehung und Bindung zu dir aufgebaut.

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Bevor das Katzenbaby bei dir zu Hause ist, solltest du dich vorbereiten. Es sollten Katzentoilette, Futter- und Wassernäpfchen, Spielzeug, Kratz Möbel und Schlafplatz vorhanden sein.

Achte ebenso darauf Dinge zu entsorgen, die die Katze gefährden könnten, wie zum Beispiel Gummibänder oder Müllsäcke.

Nun kommen wir zur Erziehung. Katzenbabys zu erziehen ist wesentlich einfacher als erwachsene Katzen.

Trotzdem musst du dir bewusst sein, dass Katzen nicht wie Hunde trainiert werden können. Katzen reagieren nicht auf Bestrafung, die Trainingszeiten sollten kurz sein und das Tier muss selbst entscheiden, wann genug ist.

Bringe ihr etwas bei, was ihren Vorlieben entspricht und verstärke diese. Du kannst auch den sogenannten “Clicker” einsetzen, somit erleichterst du das Training und es macht ihr mehr Spaß. Wenn du zwei Katzen hast, dann braucht jede einen eigenen Clicker.

Ein Katzenbaby zu erziehen ist also wesentlich einfacher als eine erwachsene Katze. Es wird jedoch nie so schnell gehen wie bei einem Hund. Um deine Katze besser erziehen zu können, musst du aber auch lernen sie zu verstehen. Doch wie geht das?

Wie lerne ich meine Katze zu verstehen?

Wusstest du schon, dass Katzen nur miauen, um mit uns Menschen zu kommunizieren? Mit ihren Artgenossen kommuniziert die Katze über Düfte und Körpersprache. Das zeigt uns doch schon, wie intelligent sie eigentlich sind.

Katzen haben jedoch unterschiedliche Eigenheiten in der Kommunikation entwickelt. Allein Katzenlaute können sich vom Klang und der Lautstärke von Tier zu Tier stark unterscheiden.

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Wenn sie mit Menschen aufwachsen, dann suchen sie oft gezielt deren Nähe und Unterstützung. Genau deswegen ist es für Katzenbesitzer wichtig, die Signale seines Haustieres zu deuten.

Fangen wir mal mit dem Gähnen an. Es ist klar, dass wenn eine Katze gähnt, sie müde ist. Gähnen bedeutet in Katzensprache aber auch, dass sie sich wohl und geborgen fühlt.

Wenn eine Katze versucht uns mit der Nase anzustupsen, dann möchte sie, dass wir ihr Aufmerksamkeit schenken.

Das wackeln des Schwanzes ist ein Zeichen von Nervosität, innerer Erregung und Unentschlossenheit.

Ein gesträubter Schwanz, hingegen, ist ein Angriff Signal.

Wenn deine Katze sich oft an einen ruhigen Ort zurückzieht und sich nicht so viel bewegt wie sonst, dann kann eine Krankheit dahinterstecken. Deshalb solltest du schnellstmöglich zum Tierarzt.

Katzen haben eine eigene Mimik. Wenn sie mit halb geschlossenen Augen blinzeln, dann ist dies eine freundschaftliche Geste.

Wenn sie etwas anstarrt, dann ist das ein Zeichen von großem Interesse, aber auch eine Warnung, dass man ihr nicht zu Nahe kommen sollte.

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Große Pupillen und ein lang gestreckter Hals zeigen, dass die Katze neugierig ist.

Katzen verfügen über 32 Muskeln, um ihre Ohren in alle Richtungen zu drehen, denn ja, auch die Stellung der Ohren sagt viel über die Stimmung des Tieres aus.

Wenn beide Ohren aufrecht nach oben zeigen, dann ist die Katze entspannt. Wenn ein Ohr zur Seite gestellt ist, dann ist es ein Zeichen von Verunsicherung und wenn beide Ohren auf der Seite sind, dann ist die Katze verärgert.

Katzen benutzen ihren Schwanz nicht nur, um das Gleichgewicht zu halten, sondern auch für die Signalübermittlung.

Ein senkrecht aufgestellter Schwanz ist eine freundschaftliche Begrüßung.

Wenn die Schwanzspitze nach oben zeigt und der Schwanz nach unten hängt, dann ist deine Katze entspannt und zufrieden.

Mit einem waagrecht gehaltenem Schwanz will deine Katze dir zeigen, dass sie nicht gestört werden möchte. Ein gesenkter und gesträubter Schwanz zeigt, dass sie Angst hat.

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Wenn der Schwanz hin und her zuckt, ist das Tier verunsichert und wenn er zwischen den Hinterpfoten hängt, wird sie schlecht behandelt und ist verstört.

Es gibt also sehr viele Wege, wie deine Katze versucht zu kommunizieren. Es braucht seine Zeit, bis du lernst, zu verstehen, was deine Katze möchte oder wie sie sich gerade fühlt.

Bei mir hat es auch eine Weile gedauert, bis ich wirklich gewusst habe, wann meine Katze sich wohlfühlt und wenn sie etwas hat. Aber mit der Zeit, merkst du automatisch, wenn etwas nicht stimmt.

Ich hoffe, dass ich dir bei der Frage, ob man eine Katze erziehen kann, helfen konnte. Wie du sehen konntest, ist das durchaus möglich. Fang am besten von Anfang an damit an, nutze die Tipps, die ich dir gegeben habe und du wirst sehen, was eine Katze alles drauf hat!

Weitere Fragen zu “Kann man eine Katze erziehen?”

Was braucht man alles für eine Wohnungskatze? Da Wohnungskatzen nicht so viel Freiraum haben wie Freigänger, brauchen sie viel Spielzeug. Kratzmöbel, Wasser- und Futternapf, Katzentoilette und ein Schlafplatz sind ein muss.

Ist es besser eine oder zwei Katzen zu halten? Zwei Katzen sind besser als eine. Katzen lieben Geselligkeit und werden am besten nicht alleine, sondern mindestens zu zweit gehalten.

Victoria Di Poi

,,Tiere sind sehr faszinierende Lebewesen. Sie können uns so viel geben und wir können sehr viel von ihnen lernen.“

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