Staffordshire Bullterrier: gefährlicher Hund oder Familienhund? Wir zeigen es dir!


Der Staffordhire Bullterrier: für manche gefährlich und für andere ein liebevoller Familienhund. Du findest diese Rasse interessant, würdest gerne mehr erfahren und eventuell so einen Hund kaufen, doch weißt nicht, ob diese Rasse für dich geeignet ist?

Keine Sorge, ich werde dir alle wichtigen Informationen geben, die du über diese Rasse wissen musst. Außerdem wirst du in diesem Artikel erfahren, ob der Staffordshire Bullterrier wirklich so ein gefährlicher Hund ist, wie viele behaupten.

Eine Information vorab: mit der richtigen Erziehung kann jeder Hund ein liebevoller Familienhund werden.

Inhaltsverzeichnis – Staffordshire Bullterrier: gefährlicher Hund oder Familienhund? Wir zeigen es dir!

  1. Steckbrief
  2. Geschichte
  3. Aussehen
  4. Charakter
  5. Haltung
  6. Erziehung
  7. Pflege
  8. Was sind Kampfhunde und warum gibt es sie?
  9. Typische Krankheiten und Lebenserwartung des Staffordshire Bullterriers
  10. Staffordshire Bullterrier kaufen

Fazit – Staffordshire Bullterrier: gefährlicher Hund oder Familienhund?

Photo 165950467 © Jon Anders Wiken – Dreamstime.com

1. Staffordshire Bullterrier: Steckbrief

Einzelheiten zum Staffordshire Bullterrier
Widerristhöhe35,5 – 40,5cm
Gewicht11 – 17kg
Lebenserwartung12 – 14 Jahre
Körperbaubulliger Kopf auf einem muskulösen, kompakten Körper
Fellglattes, kurzes Fell
Fellfarbenfalb, weiß, schwarz, blau, gestromt
Charakterhochintelligent, furchtlos, liebevoll, zuverlässig
HerkunftslandGroßbritannien
Typische RassekrankheitenHüftgelenksdysplasie, Ellenbogendysplasie, Patellaluxation, L-2-HGA

2. Staffordshire Bullterrier: Geschichte

Der Vorfahre des Staffordshire Bullterriers ist der “Bull and Terrier“, dieser wurde vor ungefähr 250 Jahren in England gezüchtet.

Die Hunde waren damals klein und bullig, hatten die Stärke des Pitbulls und den Mut und die Hartnäckigkeit eines Terriers.

Der Staffierte entstand durch die Kreuzung des Bulldogs mit dem Tan Terrier.

Die Hunde lebten damals mit Bergarbeitern des Black Country in kleinen Arbeiterwohnungen, wo sie Ratten töteten. Daraus entwickelte sich der brutale Wettkampf des “Rattenbeißens” bei dem der Hund, der die meisten Ratten tötete, gewann.

Durch die Tötung der Ratten hüteten sie die Kinder der Familien, deshalb werden sie auch “Nanny-Dogs” genannt.

Kurze Zeit später mussten die Hunde in Arenen Hundekämpfe durchführen. Sie waren aggressiv und Statussymbole der Arbeitsklasse. Außerdem war dies eine Möglichkeit für die Menschen, um das geringe Einkommen aufzustocken.

1835 wurde die Rasse vom Kennel Club anerkannt.

Der Name “Staffordshirestammt von seinem Herkunftsort in England, um ihn von dem amerikanischen Pitbull Terrier abzugrenzen.

Seit dem 24.06.1987 zählt die Rasse zur FCI-Gruppe 3 “Terrier” und wird der Sektion 3, “Bull artige Terrier” zugeordnet.

Den Bullterrier findet man in Deutschland heute selten, da er den Ruf des brutalen “Kampfhundes” hat.

Quelle: https://www.hunde-fan.de/hunderassen/staffordshire-bullterrier/

In seinem Heimatland England zählt der Staffordshire Bullterrier zu den beliebtesten Hunderassen.

3. Staffordshire Bullterrier: Aussehen

Der Staffordshire Bullterrier gilt als ein kräftiger, muskulöser und beweglicher Hund.

Er hat einen breiten und kurzen Kopf.

Laut des FCI-Standards erreicht er eine Größe von 33,5 bis 40,6 cm.

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Das Gewicht liegt bei Rüden bei ungefähr 12-17 kg, Hündinnen sind kleiner und somit auch leichter, bei Ihnen liegt das Gewicht durchschnittlich bei 11-15 kg.

Seine Statur trägt dazu bei, dass Menschen Angst vor dieser Rasse haben.

Diese Rasse gehört zu dem kleinen bis mittelgroßen und schweren Hundetyp.

Das Fell ist kurz, glatt und pflegeleicht. Er hat leicht nach vorne gekippte Rosen- oder Halbstehohren.

Des Staffordshire Bullterrier gibt es in fast allen Farbschlägen. Alle Farben können einfarbig, mit weiß kombiniert oder geströmt vorkommen.

Meistens gibt es ihn in Rot, schwarz, rehfarbig, weiß, blau, gescheckt mit oder ohne weiß.

Der Schwanz ist mittellang bis lang.

Er hat einen starken Kiefer, große Zähne mit perfektem, vollständigem und regelmäßigem Scherengebiss. Seine Wangen-Muskeln sind sehr ausgeprägt.

Dunkle Augen sind bei dieser Rasse bevorzugt, sie können aber einen gewissen Bezug zur Haarfarbe haben.

Die Pfoten sind gut gepolstert, kräftig und mittelgroß. Die Krallen sind bei einfarbigen Hunden schwarz.

Quelle:https://www.dcbt.de/rassen/staffordshire-bullterrier/

4. Staffordshire Bullterrier: Charakter

Der Staffordshire Bullterrier ist ein mutiger und intelligenter Hund. Er ist Menschen gegenüber freundlich und anhänglich.

Wie vorhin schon erwähnt nennen ihn die Engländer wegen seiner Kinderfreundlichkeit “Babysitter dog”. Dort gehört er zu den 5 häufigsten Hunderassen.

Er ist seiner Bezugsperson treu ergeben, kann aber bei einer falschen Erziehung sehr dominant sein.

Fremden gegenüber ist er ziemlich misstrauisch und geht Streit mit anderen Hunden nicht wirklich gern aus dem Weg.

Mit viel Liebe und einer guten Sozialisierung kann der Staffbull ein super Familienhund sein und mit andern Hunden zurechtkommen.

Die Hartnäckigkeit und Dominanz werden von vielen Haltern leider ausgenutzt. Viele erziehen ihn falsch und richten ihn auf Schärfe und Aggressivität ab.

Es ist ein sehr wachsamer Hund und er ist bereit sein “Rudel” gegen Eindringlinge zu verteidigen.

In manchen Zuchtlinien wird er als Hund mit erhöhtem Aggressionspotential gezüchtet, obwohl der Rassenstandard aggressive Hunde ausdrücklich ablehnt.

Der Import dieser Hunde ist in Deutschland sogar verboten. In den meisten Bundesländern wird er als “gefährlich Hunderasse” eingestuft. Aus diesem Grund ist er strengen Haltebeschränkungen unterworfen.

In vielen anderen EU-Ländern sind die Haltung und die Zucht streng reglementiert oder gar verboten.

Da er furchtlos, zuverlässig und mutig ist, wird er in Großbritannien auch manchmal als Rettungshund eingesetzt.

Die Kombination aus Mut, Hartnäckigkeit, etwas Sturheit und Intelligenz bedingen, dass ein Vertreter dieser Rasse nicht in Anfänger Hände gehört.

Seine Unempfindlichkeit kommt auch zur Geltung, wenn es darum geht sich gegenüber anderen Hunden und Menschen durchzusetzen, die nicht hundegerecht handeln.

Er sieht zwar äußerlich schwer aus, ist aber auch muskulös und beweglich.

Sein Körper ist, mit seinem Atemsystem darauf ausgerichtet, lange zubeißen zu können, ohne von einer Beute ablassen zu lassen. Deshalb ist die Erziehung bei dieser Rasse sehr wichtig.

Quelle: https://www.bellos-gesundheit.de/rasse-staffordshire-bullterrier.html

5. Staffordshire Bullterrier: Haltung

Wenn du dich für diesen Hund entscheiden solltest, dann solltest du als Halter Selbstbewusstsein, viel Ruhe, Geduld und vor allem viel Liebe zum Hund mitbringen.

Für ein harmonisches Zusammenleben und für den Erziehungserfolg ist eine frühe Sozialisierung, viel Vertrauen und das Signalisieren einer festen Rangordnung besonders wichtig!

Dir muss klar sein, dass es sich hierbei nicht nur um einen süßen, netten Familienhund, sondern auch um einen Listenhund handelt.

Als Welpe braucht er schon viel Aufmerksamkeit und eine strenge aber liebevolle Erziehung.

Du musst also auf jeden Fall schon Erfahrung mit der Haltung von Hunden haben und kein Anfänger sein.

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Die Zucht dieser Rasse ist in den meisten Bundesländern verboten und der Import nach Deutschland ebenfalls.

Da diese Rasse sehr aktiv und temperamentvoll ist, braucht er viel Bewegung. Umso mehr er herumtoben kann, desto freundlicher ist er dann auch zu Hause.

Du solltest also nicht denken, dass es sich mit 2-3 Mal am Tag kurz eine Runde spazieren gehen getan hat.

Wenn du ihm genug Auslauf bieten kannst, dann kannst du ihn theoretisch auch in einer Wohnung halten. Am besten für den Hund wäre es jedoch, wenn er in einem Haus mit Garten leben kann.

Die Hundesportart Agility ist eine Aktivität, die jeder Staffbull liebt! Es ist ein super Ausgleich für ihn in einem Parcours zu laufen und springen, außerdem stärkt es seine Bindung zu dir.

Quelle: https://www.welchesfutter.de/hunderassen/staffordshire-bullterrier/pflege-haltung/

Um diese Rasse halten zu können, gibt es in manchen Bundesländern gewisse “Regeln” die eingehalten werden müssen. In München benötigst du, zum Beispiel einen Sachkundennachweis und ein Führungszeugnis für das Tier, um die Rasse dort halten zu können.

6. Staffordshire Bullterrier: Erziehung

Bei der Erziehung dieser Rasse gilt es, das Beste aus dem Charakter herauszuholen. Doch was bedeutet das?

Das sanftmütige, freundliche Wesen muss rausgeholt werden und die dominanten, mutigen Züge müssen gut unter Kontrolle gehalten werden.

Gute Erziehung bedeutet nicht nur, dass der Hund sich gegenüber anderen Lebewesen gut verhält und auf Kommandos hört, sondern dass er gut sozialisiert wird und artgerecht gehalten wird.

Wenn du genau weißt, was du willst und es ihm klar, liebevoll und eindeutig vermitteln kannst, dann bist du schonmal auf einem guten Weg!

Du musst vor allem bei einem jungen Hund konsequent sein, da er sicherlich mal versuchen wird seine Grenzen auszutesten und den Chef zu spielen, das darfst du aber nicht erlauben.

Es ist ebenfalls wichtig, dass du dich davon nicht einschüchtern lässt, das spürt ein Hund nämlich.

Am besten ist es sowieso eine Hundeschule mit ihm zu besuchen, das solltest du übrigens mit jedem Hund machen.

Dort lernt er nämlich mit anderen Hunden auszukommen. Eine gute Sozialisierung ist die Voraussetzung dafür, dass er später auch in schwierigen Situationen seine gute Erziehung nicht vergisst.

Du solltest bei der Erziehung auch beachten, dass der Hund einen starken Wach- und Schutztrieb hat und stark auf aggressive Stimmungen reagiert.

Das darf den Hund nicht dazu verleiten, selbst das Kommando zu übernehmen, das kann nämlich gefährlich werden.

Eine positive Bestärkung mit Leckerlis und ausgiebiges Loben, wenn er etwas gut gemacht hat Stärken das Verhältnis zu dir.

Er ist schon von sich aus ein lebensfreundlicher Hund, der den Anweisungen seines Besitzers gerne folgt.

Du solltest ab dem Welpenalter die Rangordnung und klare Regeln gegenüber dem Hund festsetzen.

7. Staffordshire Bullterrier: Pflege

Der Staffordshire Bullterrier ist der perfekte Hund, wenn du mit der Pflege deines Haustieres nicht viel Arbeit haben möchtest.

Das kurze Fell dieser Rasse braucht keine Bäder oder Kämmungen. Nur zur Zeit des Fellwechsels ist es empfohlen den Hund gelegentlich zu bürsten, damit die ausfallenden Haare nicht überall im Haus landen.

Um dem Hund ein komplett gesundes und langes Hundeleben zu ermöglichen ist es außerdem wichtig, dass du regelmäßig zum Tierarzt mit deinem vierbeinigen Freund gehst, um Impfungen und Wurmkuren und allgemeine Untersuchungen durchzuführen.

Photo 171288518 © Annmarie Finn – Dreamstime.com

Sehr wichtig ist auch die Gesundheit der Zähne. Du kannst dem Hund schwere Erkrankungen ersparen.

Wenn dein Hund gelbliche bis braune Ablagerungen, leuchtend rotes Zahnfleisch, Blutungen, auffallend viel Speichelproduktion oder einen sehr schlecht riechenden Atem hat, dann solltest du dringend mit ihm zum Arzt.

Mehr als die Hälfte der gemeldeten Hunde in Deutschland haben ab dem 4-6 Jahr Erkrankungen im Bereich der Zähne. Der Grund dafür ist, dass das heutige Futter viel Nahrhafter ist als früher und die an den Zähnen klebende Nahrungsreste sind ein guter Bakterienherd.

Das Zahnfleisch kann sich entzünden und sogar ablösen, somit kann es, wie bei uns Menschen zu Parodontose kommen. Daraus kann dann ein echter Hohlraum am Zahn entstehen, indem sich noch mehr Bakterien festsetzen und bis zum Kiefer wandern können.

Hunde zeigen dir oft nicht, wenn sie leiden. Beobachte seinen Hund also genau. Bei großen Schmerzen schieben Hunde den Kopf über den Boden, fressen weniger und kauen vorsichtig, das sind eindeutige Signale!

Karies kommt bei Hunden eher selten vor.

Wenn es bei deinem Hund zu Zahnfleischwucherungen kommt, dann handelt es sich meistens um einen gutartigen Tumor.

Richtige Probleme wird es deinem Hund bereiten, wenn dieser sehr groß wird und/oder sich entzündet.

Am besten ist es also, dass du zu einer Hundezahnbürste und Hundezahnpasta greifst. Verwende niemals normale Zahnpasta, diese ist nämlich giftig.

Tipp: wenn dein Hund eine operative Zahnreinigung bekommt und sowieso unter Narkose ist, dann kannst du den Arzt fragen, ob er die Krallen kürzen kann, wenn es notwendig ist.

Quelle: https://www.hundemagazin.net/gesundheit/zahnpflege-beim-hund/

Die Zähne deines Hundes zu putzen erleichtert vieles. Es beugt nicht nur Zahnprobleme vor, wenn dein Hund Beispielsweise ein Fremdkörper verschluckt und es entfernt werden muss, dann ist es auf jeden Fall von Vorteil, wenn du problemlos in sein Maul greifen kannst.

Gewöhne deinen Hund am besten schon im jungen Alter daran.

Letztendlich geht es darum, einen operativen Eingriff zu vermeiden und das Tier schmerzfrei essen kann.

8. Was sind Kampfhunde und warum gibt es sie?

Seit Jahren gibt es mediale Diskussionen darüber, wie man mit bestimmten Hunden umgeht, die der Kategorie “Kampfhund” oder “Listenhund” zugeordnet sind.

Da es bei dem Staffordshire Bullterrier der Fall ist, ist es wichtig, dass du weißt worum es sich hierbei eigentlich handelt.

Der Begriff “Kampfhunde” geht auf Tiere zurück, die in Tierkämpfen zur Unterhaltung eingesetzt wurden. Damit sie gegen ihren Gegner gewinnen konnten, wurden spezielle Eigenschaften gezüchtet und die Tiere einer Ausbildung unterzogen, die sie noch gefährlicher machten.

Manche Hunde hatten auch im Kreis ihre eigene Funktion, sie trugen bei der Abwehr und Irritation des Gegners bei. Außerdem haben Sie Munition und Verbandsmaterial transportiert.

In der Regel bedeutet “gefährlicher Hund”, “Kampfhund” und “Listenhund” das Gleiche.

Nur bei sehr wenigen Ausnahmen treffen Kampfhundevorordnungen Unterschiede, die sich darauf beziehen, dass Kampfhunde einer bestimmten, besonders aggressiv geltenden Rasse angehören und gefährliche Hunde sich durch ein entsprechendes Verhalten qualifizieren.

Welche Rassen als besonders gefährlich gelten ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und in Listen definiert.

In allen Bundesländer, außer in Niedersachsen gibt es eine Liste, auf der Kampfhunde vermerkt sind. Diese Liste definiert welche Hunderassen verdächtig sind und was der Halter beachten muss.

Unter Umständen können folgende Auflagen gemacht werden:

  1. Der Halter muss volljährig sein
  2. Führungszeugnis muss vorgelegt werden, welches das Verantwortungsbewusstsein und die Vertrauenswürdigkeit belegt
  3. Kampfhunde dürfen unter Umständen nicht ohne Bestehen einer Sachkundeprüfung gehalten werden
  4. das eigene Grundstück muss umzäunt werden

In manchen Bundesländern wird die Gefährlichkeit sogar noch in 2 Kategorien eingeteilt: Kategorie 1 bedeutet höchstwahrscheinlich gefährlich und Kategorie 2 bedeutet vermutlich gefährlich.

Manche Bundesländer behandeln die Hunde der Kategorie 2 nicht als solche, wenn der Halter es belegen kann. In diesem Fall wird ein Negativzeugnis ausgestellt.

Folgende Kampfhunde sind auf der Rassenliste der jeweiligen Bundesländer oft zu finden. Als Kampfhunde gelten auch Mischlinge, die mit diesen Rassen gekreuzt wurden:

  • American Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • Pitbull Terrier
  • Cane Corse
  • Dogo Argentino
  • Fila Brasileiro
  • Staffordshire Bullterrier
  • Mastin Espanol
  • Mastiff
  • Mastino Napoletano
  • Tosa Inu

Der Wesenstest stellt den Charakter und das Verhalten auf einen Prüfstand, insbesondere in Stresssituationen.

Folgende Dinge werden dabei getestet:

  1. Liegen Krankheiten vor oder wurde der Hund medikamentös ruhig gestellt?
  2. Wie reagiert der Hund auf den Menschen?
  3. Was passiert, wenn er auf andere Hunde trifft?
  4. Welche Reaktionen zeigt er auf bestimmte Umweltreize?
  5. Erkennt er die Führungsposition des Menschen an?

Quelle: https://www.anwalt.org/kampfhunde/

9. Staffordshire Bullterrier: Typische Krankheiten und Lebenserwartung

Zuchtrassen haben meistens genetisch bedingte Krankheiten. Bei dem Staffordshire Bullterrier gibt es mehrere Krankheiten die vorkommen können.

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Eine davon ist die Hüftgelenkdysplasie (HD), hier kommt es frühzeitig zu Abnutzungserscheinungen und Arthrose durch eine Fehlstellung im Hüftgelenk.

Die Hunde leiden frühzeitig an Schmerzen und an möglichen Einschränkungen in der Bewegung.

Wenn das Tier HD hat, dann sollte auf körperliche Überlastung auf jeden Fall verzichtet werden. Vor allem intensives Laufen neben dem Fahrrad Beispielsweise kann sehr schädlich sein, am schlimmsten ist es, wenn die Muskulatur noch nicht ausgewachsen ist.

Die Fehlstellung im Gelenk lässt sich auch operativ nicht vollständig beheben, aus diesem Grund konzentriert man sich bei der Behandlung auf die Schmerzlinderung.

Viele betroffenen Hunde profitieren von physiotherapeutischen Maßnahmen.

Manche Staffordshire leiden anlagebedingt auch an der Krankheit Patellaluxation, das ist eine angeborene Neigung der Kniescheibe, aus dem entsprechenden Kniegelenk herauszuspringen. Diese lässt sich konservativ behandeln.

Dann gibt es noch die L-2-HGA, diese Krankheit kommt fast nur bei dieser Rasse vor. Sie ist genetisch bedingt und führt zu Ablagerungen von Säuren im gesamten Organismus.

Die Folgen sind Störungen im Zentralnervensystem. Es kann zu epileptischen Anfällen, Muskelsteifheit, Zittern und anderen Symptomen kommen.

Eine weitere Krankheit ist die Katarakte, diese ist eine Trübung der Augenlinsen und ist eine erblich verbreitete Krankheit. Sie manifestiert sich schon in jungen Jahren und endet meistens mit Erblindung. Die einzige Möglichkeit um dem Hund hier zu helfen sind Kunstlinsen.

Ein gesunder Staffordshire Bullterrier hat eine Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren. Gehe also regelmäßig mit ihm zum Tierarzt und lass ihn ordentlich abchecken.

10. Staffordshire Bullterrier kaufen

Wie du bereits weißt, ist die Haltung dieser Rasse in Deutschland mit vielen Vorschriften verbunden, weil er als “gefährlicher Hund” eingestuft wird.

Bevor du dir also diesen Hund holst, solltest du dich gut über die in deinem Bundesland herrschenden Vorschriften informieren.

Den Hund solltest du ausschließlich bei einem offiziellen und seriösen Züchter holen.

Der Preis liegt bei dieser Rasse bei ungefähr 1.000€.

Ansonsten kannst du den Hund auch bei einem Tierheim adoptieren. Diese Tiere sind jedoch meistens älter und nicht so einfach zu halten. Besser gesagt: Es ist nicht so einfach sie noch zu erziehen, da sie schon etwas älter sind.

Die Beratung vom Personal ist hier sehr wichtig.

Wie du bereits weißt, hat dieser Hund ein sehr großes Selbstbewusstsein und deshalb auch ein herausfordernden Charakter.

Vor dem Kauf sollte dir ebenfalls klar sein, dass die richtige Erziehung sehr wichtig ist, vor allem bei solchen Rassen. Du musst also sehr viel Zeit darin investieren.

Außerdem musst du leider mit schrägen Blicken und Angst anderer Menschen umgehen können, wenn du mit dem Hund unterwegs bist.

Photo 153218217 © Anastasiia Cherniavskaia – Dreamstime.com

Fazit – Staffordshire Bullterrier: gefährlicher Hund oder Familienhund?

Wie du sehen konntest, kommt es eigentlich gar nicht auf den Hund darauf an, ob dieser gefährlich ist oder nicht, sondern auf die Haltung. Wenn du deinem Hund genug Liebe und Zeit schenkst und ihn richtig erziehst, dann kann auch ein angeblich “gefährlicher Hund” zu einem liebevollen Familienhund werden.

Trotzdem solltest du gut bedenken, ob du diese Rasse als geeignet für dich hältst. Diese Hunde sind sehr selbstbewusst und dominant, also brauchen Sie dementsprechend auch einen Halter, der ihm charakterlich ähnlich ist. Wenn du eher ein zurückhaltender Mensch bist, dann solltest du dich lieber nach einer anderen Rasse umschauen.

Victoria Di Poi

,,Tiere sind sehr faszinierende Lebewesen. Sie können uns so viel geben und wir können sehr viel von ihnen lernen.“

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