Welche Reptilien kann man zusammen halten?


Schlangen oder Frösche sind im Gegensatz zu Katzen oder Hunden etwas andere Haustiere und wahrscheinlich etwas gewöhnungsbedürftig. Andere Haustiere lassen sich meistens ohne Probleme zusammen halten oder sollen erst gar nicht alleine gekauft werden. Aber wie ist das bei Reptilien? Kann man verschiedene Reptilien zusammen halten?

Welche Reptilien du zusammen halten kannst, habe ich für dich recherchiert!

Welche Reptilien kann man zusammen halten? Welche Reptilien du in einem Terrarium zusammen halten kannst ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Dazu ist beispielsweise die Art des Terrariums wichtig. Danach kannst du beispielsweise Schildkröten zusammen halten.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass du am besten immer dieselbe Art zusammen hältst, wobei es hier auch Ausnahmen gibt, denn einige Reptilienarten sehen Artgenossen als Rivalen an und könnten sich dem Gegenüber aggressiv verhalten.

Welche Arten du zusammen halten kannst und welche du besser alleine lässt, erkläre ich dir im folgenden Artikel.

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Welche Reptilien kann man zusammen halten?

Reptilien miteinander zu halten kann etwas komplizierter sein, als gängige Haustiere wie Hunde und Katzen miteinander leben zu lassen. Denn die Art und Weise wie du Reptilien zusammen halten kannst, ist immer abhängig von Faktoren, wie dem natürlichen Lebensraum oder der Größe.

Um also beurteilen zu können, welche Reptilien sich für einander eignen, sollten wir uns erstmal angucken, wie du Reptilien überhaupt halten musst.

Grundsätzlich musst du nämlich zuerst wissen, dass sich nicht jedes Reptil in jedem Klima gleich wohlfühlt.

Deswegen findest du nachfolgend alle Terrarien Arten:

  • Waldterrarien: Diese Art von Terrarium simuliert, wie der Name schon sagt, ein Waldklima, in dem sich besonders Vogelspinnen oder Echsen wohlfühlen
  • Aquaterrarien: Anders als ein Aquarium, ist das Aquaterrarium nur zum Teil mit Wasser gefüllt. Sie eignen sich für Frösche, wasserliebende Reptilien und Amphibien
  • Regenwaldterrarien: An diesem Ort wird das tropische Klima aus Regenwäldern imitiert und bietet so ein Zuhause für Vogelspinnen und Geckos
  • Trocken-/ Wüstenterrarien: Wüstenterrarien simulieren trockende Tundras oder die Wüste, sie sind also relativ warm und trocken. Bodenreptilien wie Echsen und Skorpione fühlen sich hier wie Zuhause
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Wie du siehst, kannst du also beispielsweise nicht alle Vogelspinnen zusammen halten, da es einige gibt, die lieber in tropischen Verhältnissen leben.

Weiterhin solltest du dir auch Gedanken machen zum Material des Terrariums, denn es gibt Unterschiede für den jeweiligen Zweck.

Hölzerne Terrarien kannst du beispielsweise nämlich nicht für tropische Terrarien verwenden, außer du beschichtest und dichtest es entsprechend ab. Das Holz kann nämlich bei zu hoher Luftfeuchtigkeit anfangen zu schimmeln.

Kunststoffterrarien sind sehr robust und leicht, aber sehen nicht sehr ansprechend aus. Glasterrarien hingegen halten Wärme schlechter, aber lassen sich leicht reinigen und lassen viel Licht rein.

Ebenfalls spielt die Größe eines Terrariums eine Rolle, denn nicht nur größere Tiere brauchen mehr Platz. Vor allem, wenn du überlegst mehrere Reptilien in einem Terrarium zu halten, musst du ein größeres Zuhause für deine Tiere schaffen, denn mit begrenztem Raum, kann es auch öfter zu Stress für deine Tiere kommen.

Am besten lässt du dich für deine Entscheidung von einem Fachmann beraten, denn nur so kannst du das optimale Zuhause für deine Reptilien finden.

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Nun das du weißt, wie du deine Tiere am besten hältst, sollten wir uns nun mit den Tieren an sich beschäftigen, denn außer dem passenden Zuhause kommen noch einige andere Dinge hinzu, die deine Wahl beeinflussen.

Welche Reptilien passen zusammen?

Neben den Faktoren wie der Herkunft, muss man sich auch mit den einzelnen Eigenschaften der Tiere auseinandersetzen. Denn selbstverständlich kann man keinen Frosch in ein Wüstenterrarium setzen, aber wie ist es mit anderen Aspekten?

Ein Aspekt ist, wie sich das Reptil ernährt.

Bei vegetarischen Reptilien kann man grundsätzlich eher in der Art variieren, als bei Fleischfressern. Das liegt daran, dass ein weiteres Tier für das Raubtier immer weitere Beute bedeutet.

Aus diesem Grund kann es auch problematisch sein, dieselbe Art zusammenzuhalten, wenn es Raubtiere sind, weil sie in Rivalitäten geraten könnten.

Auch solltest du darauf achten, ob du ein ruhiges oder eher aktives Tier hast. Chamäleons sind beispielsweise sehr ruhige und schreckhafte Tiere, weswegen du es auf keinen Fall mit einem hektischen Reptil zusammen tun kannst.

Dadurch fühlt sich das Chamäleon nämlich nur sehr stark bedroht, was sogar zum Tod führen kann.

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Genauso ist es stressig nachtaktive mit tagaktiven Tieren zusammen zu legen, da sie den gegenseitigen Schlafrhythmus stören.

Also achte am besten darauf, dass die Tiere ungefähr dieselben Eigenschaften besitzen.

Ebenfalls kann es einen Unterschied machen, welche Geschlechter sich im Terrarium befinden. Grundsätzlich wird empfohlen mehr weibliche Reptilien im Terrarium zu haben, denn Männchen tendieren zu Rivalitäten und Rangeleien.

Wenn du dich dazu entscheidest Tiere aus der selben Familie zusammen zu legen, solltest du dich auch informieren, wie es bei der jeweiligen Art mit der Stressanfällgkeit gegenüber Artgenossen aussieht.

Denn auch wenn wir Menschen sehr gesellige Wesen sind, so kann man diese Verhalten nicht auf jedes Tier übertragen.

Schildkröten kannst du beispielsweise meist problemlos zusammen halten, bei Geckos oder Chamäleons kann es schwieriger werden. Vor allem Warane reagieren oft mit Verhaltensstörungen, wenn sie mit ihren Artgenossen nicht klar kommen.

Grundsätzlich zeigen aber besonders exotische Tiere, welche aus ihrem natürlichen Habitat rausgeholt werden, am meisten Verhaltensstörungen, denn ein kleines beengtes Terrarium bietet ihnen letztendlich nicht vollkommen das, was sie benötigen.

Wie du herausfindest, ob deine Reptilien sich unwohl fühlen oder Stress ausgesetzt sind, erfährst du in diesem Abschnitt.

Wie entsteht Stress, wenn ich Reptilien zusammen halte?

Grundsätzlich wirst du definitiv bemerken, wenn deine Tiere gestresst sind, besonders wenn sie sich anders Verhalten als sonst oder aggressives Verhalten an den Tag legen.

Ursachen dafür könnten zum einen Unterdrückung durch Artgenossen oder dominantere Tiere sein, aber auch Rivalitätskonflikte, weil es keine klare Revierverteilung gibt durch ein zu kleines Gehege.

Ebenfalls werden Reptilien extrem gestresst, wenn sie eigentlich Einzelgänger sind, aber mit anderen Tieren zusammen gehalten werden. Dadurch können sie sich extrem bedroht fühlen.

Auch kann die Geschlechterverteilung Stress hervorrufen. Meist liegt dies an zu vielen Männchen im Terrarium, denn sie tendieren unter einander zu Rangeleien oder Rivalitäten und Unterdrückung teilweise die weiblichen Tiere.

Fehlende Rückzugsmöglichkeiten oder Verstecke nehmen deinen Tieren auch die nötige Sicherheit, welche sie benötigen um sich wohl zu fühlen.

Weiterhin kann auch fehlende Wärme durch eine zu schwache Lampe zu Stress führen, denn deine Reptilien sind nicht in der Lage sich zu regenerieren.

Dies sind einige Aspekte, welche extremen Stress bei deinen Tieren auslösen kann, weswegen du immer darauf acht geben solltest und dir angucken solltest, wie deine Tiere sich verhalten.

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Abschließend hoffe ich sehr, dass ich dir alle deine Fragen zum Thema, welche Reptilien man zusammen halten kann, ausreichend beantworten konnte. Wie du siehst kann man auf nicht auf Anhieb sagen, welche Tiere zueinander passen, da es von vielen Faktoren abhängig ist.

Weitere Fragen zu *Welche Reptilien kann man zusammen halten?*

Kann man verschiedene Geckos zusammen halten? Ja, in der Regel kann man verschiedene Geckos zusammen halten, wobei es immer auf die Art ankommt, weswegen man sich besser beraten lässt. Was man nicht machen sollte, ist Geckos mit anderen Tierarten zusammen zu halten.

Welche Reptilien eigenen sich für Anfänger? Welche Reptilien Anfänger halten sollen, ist schwierig zu sagen, da es von vielen Dingen abhängig ist. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass man als Anfänger absolut keine giftigen Tiere halten sollte, da einfach das Fachwissen dazu fehlt und man sich sowie das Tier in Gefahr bringt.

Wie hält man Gottesanbeterinnen? Gottesanbeterinnen brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit sowie eine hohe Temperatur in ihrem Terrarium. Weiterhin benötigen sie viele Äste, Blätter und Sträucher, um ihr ursprüngliches Zuhause zu imitieren.

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